ndF: neue deutsche Filmgesellschaft mbH
Katrin Denkewitz

Auch BGH entschied zugunsten ndF-Film „Die Auserwählten“


2013 verfilmte die ndF Berlin gemeinsam mit dem WDR/Degeto und Regisseur Christoph Röhl den Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule. Nun stellte der BGH letztinstanzlich fest, dass der von den Autoren Silvia Leuker und Benedikt Röskau geschriebene und preisgekrönte Film nicht die Persönlichkeitsrechte eines ehemaligen Odenwaldschülers verletzt.

„Das Urteil stärkt die Kunstfreiheit und hat für die gesamte Branche fundamentale Bedeutung“, so ndF-Produzent Hans-Hinrich Koch. „Der BGH entschied, dass ein Wiedererkennen in einer von einer Schauspielerin oder Schauspieler dargestellte Figur nicht ausreicht, um eine Ausstrahlungsunterlassung zu begründen. Das gibt allen Produzenten mehr Rechtssicherheit bei der Realisierung realer und zeitgeschichtlicher Stoffe und unterstützt den Anspruch, historische Ereignisse mit maximaler Authentizität nachzuzeichnen.“

Im Kern stellte der BGH in seinem Urteil vom 18. Mai 2921 (VI ZR 441/19) fest, dass der klagende Ex-Schüler sein Unterlassungsbegehren nicht auf sein Recht am eigenen Bild stützen könne. Die Darstellung einer realen Person durch einen Schauspieler sei „kein Bildnis der dargestellten Person sondern das des Schauspielers“.

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